Intelligenztests - Mensa Nordwest

Intelligenztests

Über Intelligenz allgemein

MRT-Bild eines menschlichen Kopfes, Wikimedia Commons unter GNU Free Documentation License, Autor: Helmut Januschka

Über Intelligenz wurde seit der Existenz des Begriffs viel geredet, vor allem seit Existenz von TV-IQ-Shows. Das können wir natürlich nur begrüßen. Denn die meisten Menschen wissen gar nicht, dass sie hochintelligent sind.

Menschen haben aus unterschiedlichen Gründen Zweifel am IQ-Konzept und sicher ist jedes Konzept zur Beschreibung einer Persönlichkeit diskutierbar. Intelligenz ist allerdings eines der am längsten und am besten erforschten Konzepte überhaupt. Über den Wert eines solchen kann man natürlich diskutieren.

Die meisten Diskussionen kommen offenbar aufgrund von (unterstellten) Werturteilen über mehr oder weniger intelligente Menschen zustande, die zumindest Hochbegabte in der Regel nicht fällen.

Die gesamte IQ–Geschichte und historische Entwicklung hier darzustellen, würde diese Seite sprengen. Deshalb seien nur ein paar wesentliche Statements hier kundgetan und ansonsten auf die spannende aktuelle Literatur verwiesen.

  • Die Höhe der Intelligenz eines Menschen setzt sich zusammen aus angeborenen Grundausstattungen biologischer Natur und aus einer Sozialisation, die Lernen in einem bestimmten Maß möglich macht. Zu welchem Anteil ist bis heute nicht geklärt. Die meisten Hochbegabten haben in ihrer Kindheit / Jugend, wenn sie überhaupt gelitten haben, an mentaler Unterforderung gelitten. Es ist nicht banal, eine tatsächlich angemessene Umgebung zu finden oder zu schaffen, wenn das Problem von keinem der Beteiligten erkannt wird.
  • Der IQ sagt etwas über die Intelligenz eines Menschen aus, nicht über dessen Wert.
  • Der IQ ist ein nachgewiesener Maßen ein relativ zuverlässiger Wert, um schulischen Erfolg vorherzusagen (das liegt an seiner ursprünglich schullaufbahngebundenen Konstruktion). Beruflicher Erfolg wird weniger deutlich vorhergesagt.
  • Der IQ sagt hingegen nichts über die zu erwartende Lebenszufriedenheit aus
  • Menschen mit hohem IQ haben nicht automatisch eine hohe soziale Kompetenz oder andere Fähigkeiten, geschweige denn sogar Fertigkeiten (emotionale, musikalische, kulturelle, kommunikative).
  • Menschen mit einem hohen IQ haben aber auch nicht automatisch einen Mangel an sozialer Kompetenz oder irgendwelchen anderen Fähigkeiten. Intelligenz und andere Fähigkeiten hängen immer nur mittelbar zusammen, wenn überhaupt. Sogenannte „Moderatorvariablen“ (ungefähr: andere einflussreiche Lebensumstände und Einflussfaktoren) haben einen starken, oft auf den ersten Blick schwer nachvollziehbaren Einfluss

Mensa und das Eintrittskriterium IQ ≥ 130

Grafik: Detlef Scheer

Mensa hat sich zum Ziel gesetzt, besonders intelligente Menschen zusammenzubringen. Deshalb wurde als Eintrittskriterium ein IQ gewählt, der ≥ 130 ist (also einem Prozentrang von 98% entspricht). So willkührlich diese Grenze erscheinen mag, beruht sie seit langer Zeit auf einem weltweiten Konsens bezüglich der Grenze zur Hochbegabung.

Für Interessierte: Der IQ ist eine standardisierte Skala, die sich auf das Vorhandensein der Gauß´schen Normalverteilung (siehe Abbildung!) bezieht, welche sich auf die Verteilung der Ausprägung der Merkmale von Menschen allgemein bezieht. Sie wird auch Glockenkurve genannt oder einfach Normalverteilung. Die Werte haben immer einen Mittelwert von 100 und eine sogenannte Standardabweichung von 15. Zwei Standabweichungen nach unten und oben entsprechen nach links (niedrige Werte) in der Verteilung orientiert einem Prozentrang von ungefähr 2 % und am oberen, rechten Ende (hohe Werte) der Skala ungefähr einem Prozentrang von 98%

Wer also einen IQ von 130 und mehr hat, hat einen vergleichsweise hohen Prozentrang von ca. 98 %. Das bedeutet, dass es in der Bevölkerung nur noch etwa 2 % der Menschen gelingt, eine höhere Intelligenzleistung in einem anerkannten wissenschaftlichen Verfahren zu erreichen. (für näherer Erläuterungen sei auf die aktuelle Literatur verwiesen, so beispielsweise das Standardwerk von Jürgen Bortz und Christof Schuster: Statistik für Human- und Sozialwissenschaftler, Springer-Verlag, 2010).

Da kognitive Leistung immer auch etwas mit kultureller Prägung, Schulbesuch und weiteren Faktoren der Sozialisation zu tun hat, gibt es sogenannte “kulturfreie” oder “kulturfaire” Testverfahren, die ohne Sprache und/ oder Zahlenmaterial auskommen.

Bei Mensa werden deutschsprachige Kandidaten mit deutschsprachigen Tests getestet und Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, können andersprachige Testverfahren vermittelt werden. Das entscheidet im Zweifelsfalle der leitende Psychologe von Mensa, der auch den gesamten Testbetrieb betreut.

Hier sei auch auf die interessanten Seiten von MinD (Mensa in Deutschland e.V.) verwiesen:

http://www.mensa.de/ueber-den-iq

Einen Test bei Mensa machen – preiswert und wissenschaftlich abgesichert

Wie kann ich teilnehmen?

Sie können sich via www.mensa.de Veranstaltungskalender zu einem Aufnahmetest anmelden.

Ca. drei Wochen vor dem Termin erhalten Sie per Mail die Einladung mit allen wichtigen Daten zum Test, ein Datenschutzformular, welches Sie sich schon einmal durchlesen sollten und die Rechnung. Wenn Sie die Rechnung bezahlt haben, gelten Sie als fest angemeldet.

Wie komme ich an einen Termin?

Die Aufnahmetests finden, was uns hier im Nordwesten angeht, regelmäßig in Bremen, Oldenburg, Bremerhaven und unregelmäßig auch in Emden statt. Informieren Sie sich über www.mensa.de

Was kostet das?

Die Teilnahmegebühr für den Mensa-Aufnahmetest beträgt 49,00 Euro. Kostenpflichtige Gutscheine als Geschenk für eine Testteilnahme sind bei der Geschäftsstelle erhältlich. Sollten Sie eine Profilauswertung Ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit wünschen, können Sie diese NACHDEM Sie das Testergebnis erhalten haben, anfordern. Dieses Profil kostet Sie noch einmal 60,00 Euro.

Wie bereite ich mich vor?

Am wichtigsten ist, ausgeruht und möglichst entspannt zum Test zu kommen. Manchen Testteilnehmern hilft es, vor dem Test ein bisschen in IQ-Tests hinein zu schnuppern. Sie finden zahlreiche Bücher und Internet-links zu diesen Themen. Aber Vorsicht: Alle diese Dinge entziehen sich der Kontrolle von Mensa, bis auf www.mensa.de selbst werden keine Seiten zu diesem Thema von Mensa betrieben. Mensa kann also auch keinerlei Haftung übernehmen für welche Folgen auch immer.

In der Regel finden Sie Aufgaben, die ÄHNLICH sind oder scheinen. Sie können also das Prinzip ein wenig kennenlernen, mehr allerdings nicht.

Was muss ich mitbringen?

Mitzubringen sind:

  • Kugelschreiber (schwarz)
  • gültiger Personalausweis.
  • Kopie des Überweisungsträgers, falls sehr kurzfristig überwiesen
  • Testgutschein, wenn vorhanden

Wie läuft der Test ab?

Vor Beginn des eigentlichen Tests werden die Datenschutzerklärungen eingesammelt, die Identität der Testteilnehmer überprüft. Sollte sich ein Teilnehmer verspäten, ist leider nach Testbeginn keine Teilnahme mehr möglich.

Sobald die Testhefte ausgeteilt wurden, darf der Test bis zur Erledigung des letzten Aufgabenblocks abgesehen von einer kurzen Pause nicht mehr unterbrochen werden. Der Test dauert inkl. Erläuterungen und Beispielaufgaben ca. 1,5 Stunden. Er setzt sich zusammen aus mehreren Aufgabengruppen, die verschiedene Bereiche der Intelligenz abtesten, wie z. B. sprachliche Intelligenz, mathematische Intelligenz, Merkfähigkeit und räumliches Vorstellungsvermögen.

Was passiert nach dem Test?

Das Ergebnis wird Ihnen in der Regel vom leitenden Psychologen innerhalb von 3 Wochen schriftlich mitgeteilt.

Tests und Testleiter

Unsere Testleiter sind dazu ausgebildet, IQ-Tests durchzuführen. Die Auswertung erfolgt durch unseren leitenden Psychologen von Mensa in Deutschland. Alle Interessierten, auch aus anderen Regionen, können sich zu unseren Tests anmelden, sie sollten dies jedoch frühzeitig tun, da die Zahl der Plätze begrenzt ist.

Für die Teilnahme an einem Test ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich!

Die nächsten Tests im Nordwesten:

Das eMVZ ist vorübergehend nicht erreichbar. Versuche es unter dem direkten Link https://db.mensa.de

Wenn Sie weitere Fragen haben, können Sie in Bremen und im Nordwesten gerne unsere hiesigen Testleiter ansprechen:

http://nordwest.mensa.de/kontakte/

 

Wichtige bundesweite Adressen:

Geschäftsstelle:
Mensa in Deutschland e.V.
Wandlhamerstr. 2
82166 Gräfelfing
Sprechzeiten: Dienstag und Donnerstag von 9:30 bis 16:00 Uhr
Telefon: (089) 86466251
Fax: (089) 86466252
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Leitender Psychologe (NSP):
Dipl.-Psych. Kai Bestmann
25497 Prisdorf
E-Mail: nsp@(Wenn Sie diesen Text sehen können, aktualisieren Sie bitte Ihren Browser.)mensa.de